(Advertorial, enthält Werbung) Fährverbindungen von Finnland nach Schweden gibt es nicht nur im Süden des Landes. Man denke beispielsweise an die komfortablen Mini-Kreuzfahrten von Helsinki nach Stockholm. Einige hundert Kilometer nordwestlich der finnischen Hauptstadt überqueren Passagierschiffe den Bottnischen Meerbusen zwischen Vaasa und Umeå. Auf meiner EuroVelo-10-Radreise an der finnischen Westküste erlebe ich einen ereignisreichen Tagesausflug mit der Wasaline Fähre Aurora Botnia nach Schweden.
Vom EuroVelo 10 zur Wasaline Fähre
Der ab Vaasa gut ausgeschilderte Ostseeküstenradweg windet sich in der finnischen Küstenstadt direkt am Hafen vorbei. Um zum Terminal zu gelangen, biege ich rechts ab. Nach dem Überqueren einer Brücke, denn die online buchbare Fähre von Wasaline sticht auf der Insel Vaskiluoto in See – rund vier Kilometer westlich des Stadtzentrums.
Mein Fahrrad, das ich mit an Bord nehme, macht mich sowohl in Finnland als auch in Schweden unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln. Nach dem Check-in für Fahrzeuge reihe ich mich vor den Autos, LKWs und Campingfahrzeugen ein und parke das Rad zirka vier Stunden auf dem Autodeck. So lange braucht die Aurora Botnia, um über das Bottnische Meer zwischen Vaasa und Umeå zu gleiten – im Vergleich zu den Fährverbindungen im Süden nur ein Katzensprung.

Annehmlichkeiten auf der Aurora Botnia
Um acht Uhr morgens geht die Schiffsreise in Vaasa los. Wenn du um diese Uhrzeit – oder auch zu späteren Abfahrtszeiten – noch eine Portion Schlaf benötigst, kannst du auf der Wasaline Fähre eine Kabine dazu buchen. Ich bin bereits hellwach und habe Appetit auf ein reichhaltiges Schiffsfrühstück.
Frühstücks- und Abendessen-Buffet

Die Aurora Botnia verfügt über ein Buffet-Restaurant mit Panorama-Ausblick, das schon kurz vor den morgendlichen und abendlichen Abfahrten Frühstücks- und Abendbuffets anbietet. Das abwechslungsreiche Frühstück erfreut sich bei den kleinen und großen Passagieren außerordentlicher Beliebtheit: mit kalten und warmen Speisen, Obst, Cerealien, verschiedenen Säften und Smoothies sowie Tee und Kaffee. Wer mag, kann sich zum Start in den Tag sogar ein Glas Wein gönnen.
Auch beim Abendessen auf der Wasaline Fähre kommen Gäste mit unterschiedlichen Essgewohnheiten voll auf ihre Kosten. Neben Gerichten mit Fisch und Fleisch werden bei den Salaten und Hauptspeisen einige leckere vegetarische und vegane Optionen serviert – bei meinem Besuch zum Beispiel gefüllte Pasta mit Gemüse. Mit Früchten, Kuchen und verführerischen Süßspeisen zum Dessert lässt sich das Mahl mit Meerblick perfekt abrunden.
Spielzimmer für Kinder auf der Wasaline Fähre
Wie in den Sommermonaten auf allen Ostseefähren üblich, sind auch auf der Wasaline Fähre zahlreiche urlaubende Familien mit an Bord. Gerade für kleine Kinder sind vier Stunden auf einem Schiff eine lange Zeit, die ohne Spiel und Unterhaltung schnell langweilig werden kann.
Wasaline ist sich dessen bewusst und lässt sein plüschiges Maskottchen die Runde machen. Der lustige graue Schweinswal Wenni sorgt auch bei Erwachsenen für strahlende Gesichter, animiert die Kids zum Kuscheln und Eltern zum Fotografieren.
Außerdem gibt es ein fantasievoll gestaltetes Kinderzimmer mit Spielsachen, Spielhaus und Minirutsche – ein farbenfroher Ort, wo vor allem während der morgendlichen Reise nach Umeå lebendiges Treiben herrscht.

Entspannen in der Comfort Lounge
Erwachsene, die währenddessen am Laptop im Internet arbeiten möchten, sollten sich einen Zugang zur Business Lounge der Wasaline Fähre sichern. Nur hier ist ein Login in ein gesondertes WLAN möglich. Der Gast-Login in allen anderen Bereichen der Aurora Botnia genügt lediglich zum Versenden von Messenger-Nachrichten.
So auch in der abgetrennten Comfort Lounge, wo ich mich auf der Rückreise von Schweden nach Finnland in einen bequemen Ruhesessel fläze. Der Zutritt zu diesem Ruheraum ist wie die Buffets ein Extra, das sich online dazu buchen lässt. Wichtig zu wissen: In den Sesseln sitzen Menschen, die wirklich Stille suchen und sich entspannen wollen. Manche schlafen ein, fangen an zu schnarchen oder geben im Schlaf andere kuriose Geräusche von sich. In dem Moment frage ich mich, ob Bordunterhaltung vielleicht die bessere Wahl wäre.
Bordunterhaltung auf der Wasaline Fähre
Also gehe ich in die Bar der Wasaline Fähre, und wen sehe ich da? Auf der Bühne rockt ein alter Bekannter mit Gitarre die Bottnische See! Der schwedische Bryan Adams Hazze Wazeen schmettert wie auf anderen Schiffen im hohen Norden Klassiker wie „Summer of ’69“ oder „Heaven“. Als er mich entdeckt, begrüßt er mich nett, und in dem Moment ist mir klar: Lieber lausche ich Hazze als den Schnarchern in der Comfort Lounge.
Mitternachtssonne auf dem Sonnendeck
Dass in den Stunden rund um Mitternacht manche Passagiere lieber schlafen als Live-Musik zu hören, lässt sich nachvollziehen. Immerhin ist die Aurora Botnia erst um 20:15 Uhr in Schweden abgefahren und erreicht Vaasa gegen ein Uhr nachts.
An diesem frühen 26. Juni 2026 erlebe ich eine helle nordische Nacht, in der es nie richtig dunkel wird. Während die Wasaline Fähre durch den Schärengarten von Vaasa schwebt, hält mich nicht einmal mehr Hazze in der Bar. Der Magnet auf dem Sonnendeck wirkt stärker – die Mitternachtssonne, die den Himmel in warme Gelb-, Orange- und Rottöne tüncht. Ein wahrlich romantischer Augenblick! Genau dafür lohnt es sich, im Sommer ein späteres Schiff von Umeå nach Vaasa zu wählen.

Fast neun Stunden Aufenthalt in Schweden

Und wie verbringe ich fast neun Stunden auf schwedischem Boden? Die Antwort mag banal klingen: Ich bummele durch Umeå, denn Ausdauersport mit rund 100 Kilometer langen Tagesetappen beschert mir der finnische EuroVelo 10 zur Genüge.
Ohne Radtour läuft jedoch auch in Schweden nichts. Vor der Abreise der Aurora Botnia in Vaasa solltest du wissen, dass sich der Hafen von Umeå fast 20 Kilometer außerhalb bei Holmsund befindet. Fahrer motorisierter Vehikel können sich sofort nach dem Ausschiffen auf die Europastraße begeben und den Wegweisern in die Stadt folgen.
Radreisende tun dies besser nicht und bleiben im Idealfall auf dem Radweg, der in Holmsund nach einer Unterführung links abbiegt. Da dort Wegweiser nach Umeå fehlen, strampele ich zurück zur Europastraße und teile sie mir ohne abgetrennten Radweg mit den Kraftfahrzeugen. Das kostet mich allerhand Nerven, so dass ich am Ende des Stadtbummels Google nach einer alternativen Route frage.

Nach einer idyllischen Spazierfahrt am Fluss lande ich erneut auf einer Autostraße, doch dieses Mal mit sicherem Radweg am Rand. Und schließlich bin ich wieder dort, wo ich gegen Mittag glaubte, nicht nach Umeå zu kommen – nun ja, wieder eine Erfahrung zum Teilen mit anderen Radreisenden!
Am Ende der Rückfahrt fühle ich mich ein bisschen müde und habe Kaffeedurst. Doch was tun, wenn auf dem Weg zum Hafen alle Cafés längst geschlossen sind? Als ich am Check-in der Wasaline Fähre nachfrage, wo ich Kaffee kaufen könne, spendiert mir der freundliche Mann hinter der Glasscheibe eine Tasse – das i-Tüpfelchen an Nettigkeiten während dieser maritimen Stippvisite in Schweden. (as)
