Berchtesgadener Land: die Top 3 Wanderungen

Wandern im Berchtesgadener Land

Von Phine Zwirner. Frische Bergluft, grüne Wälder, plätschernde Flüsse und klare Seen – das ist, was das Berchtesgadener Land ausmacht. Am besten kann man diese wunderschöne Kulisse bei einer Wanderung genießen! Daher stelle ich dir meine drei Lieblingswanderungen in dieser Region in Bayern vor.

Das Tolle an den Wanderrouten ist, dass sie sich für Anfänger eignen und sich beliebig zu Tageswanderungen verlängern lassen. Sie lohnen sich gleichermaßen für einen kleinen Nachmittagsabstecher oder eine Wanderung, die schon ganz früh am Morgen beginnt und bis in den späten Nachmittag reicht.

Wandern im Berchtesgadener Land

1.) Von Berchtesgaden zum Königssee

Die erste Wanderung, die ich bei meinem Aufenthalt im Berchtesgadener Land unternehme, führt mich zum Königssee. Da ich in Berchtesgaden eine Ferienwohnung gemietet habe, geht es von dort aus direkt los. Die Stadt Berchtesgaden ist der ideale Ausgangspunkt für diese herrliche Wanderung entlang eines Flusses mit dem Namen Königsseer Ache.

Wenn du nicht in Berchtesgaden untergekommen bist, dann findest du entweder einen Parkplatz am Wegesrand oder in der Tiefgarage in der Innenstadt (Contipark Tiefgarage Maximilianplatz). Leider liegt diese Parkmöglichkeit wirklich weit entfernt vom idealen Startpunkt der Wanderung, so dass es bis zum Königssee insgesamt zehn Kilometer sind. Die gesamte Wanderung würde also 20 Kilometer umfassen und den ganzen Tag dauern. Trotzdem empfehle ich dir die Wanderung mit Start in der Innenstadt, denn hier stehen malerische Häuser und auch die Kirche kann sich sehen lassen! Ansonsten ergatterst du bestimmt auch in den Wohngebieten einen Parkplatz.

Für mich startet die Wanderung an der Schöbbrücke, die über die Königseer Ache führt. Nach der Brücke halte ich mich immer links vom Gewässer auf und folge dem Königsseer Fußweg. Die meiste Zeit verläuft der Weg parallel zum Fluss und schließlich zum Königssee. Weil das Wasser stetig plätschert und der Waldweg so idyllisch ist, fühlt sich die Wanderung wie Erholung an. Das tut der Seele merkbar gut! Der Königsseer Fußweg hat übrigens keine anstrengenden Anstiege, was das Erholungsgefühl nochmals steigert.

Am Königssee angekommen, kann man sich eine Pause in einem netten Restaurant oder auf einer Bank genehmigen. Auch eine Bootsfahrt über den Königssee lohnt sich. Von hier kann man auch noch weiterwandern, beispielsweise zum Malerwinkl-Aussichtspunkt oder zur Rabenwand. Ansonsten geht es denselben Weg zurück. Bei der nächsten Brücke hat man die Option, auf der anderen Seite des Flusses weiterzuwandern. Das probiere ich allerdings nicht aus und weiß nicht, wie der Weg beschaffen ist.

Königssee
Königssee, Foto: Phinetravels

2.) Durch den Zauberwald und um den Hintersee

Bei der zweiten Wanderung im Berchtesgadener Land umrundest du den Hintersee mit einem Abstecher zum Zauberwald. Am See gibt es mehrere Möglichkeiten zum Parken: am Hintersee 27, an der Hirschbichlstraße 26 und an der Hinterseer Straße 46. Die meisten Parkplätze sind jedoch kostenpflichtig.

Wo du loswanderst, ist egal, da es sich um einen Rundweg handelt. Nur beim Parken an der Hirschbichlstraße musst du zunächst noch ein paar Meter Richtung See laufen. Ansonsten ist der Weg selbsterklärend. Halte dich einfach immer in der Nähe des Seeufers auf.

Wenn du einen Abstecher in den Zauberwald machen möchtest, findest du den Weg kurz nach der Fährstation Annerl. Von dort aus gehst du ein paar Meter weiter, bis du zu einem Ausläufer des Sees kommst, der in den Klausbach bzw. in die Ramsauer Ache führt. Wanderst du geradeaus weiter, gelangst du in den zauberhaften Zauberwald. Dort kannst du übrigens auch am Parkplatz Zauberwald parken und die Tour beginnen. Im Wald gibt es einen Naturlehrpfad. Info-Tafeln informieren über die Flora und Fauna des Geotops.

Die Rundwanderung um den Hintersee ist fünf Kilometer lang und eignet sich für einen kleinen Ausflug, der sich im Sommer gut mit einer Erfrischung am Naturbadestrand verbinden lässt. Wer gerne noch länger wandert, kann den magischen Zauberwald erkunden und dabei etwas über die Natur lernen.

Der Wald ist vor 4.000 bis 5.000 Jahren durch einen Bergsturz entstanden, was heute noch erkennbar ist. Zwischendurch ragen unterschiedlich große Felsen und Steine zwischen dem dicken Moos und den hohen Bäumen hervor. Für eine Stärkung nach der Wanderung oder eine Pause lädt das Wirtshaus im Zauberwald ein. Am Nordwestufer des Hintersees haben sich weitere Gasthöfe angesiedelt.

Hintersee bei Berchtesgaden
Hintersee, Foto: Phinetravels

3.) Auf zur Hängebrücke im Klausbachtal

Ein Highlight im Berchtesgadener Land ist für mich die Hängebrücke im Klausbachtal. Da ich auch begeisterte Hobby-Fotografin bin, suche ich immer nach besonderen Fotomotiven. Die Hängebrücke eignet sich perfekt! Sie hängt direkt vor einer atemberaubenden Bergkulisse. Natürlich ist auch die Wanderung dorthin wunderschön!

Sie startet am Parkplatz der Nationalpark-Informationsstelle Klausbachhaus. Von da folgt man einfach der Beschilderung. Der Weg führt vorbei an einer idyllischen Alm und ein plätschernder Fluss begleitet dich die meiste Zeit. Nach circa einer Stunde gelangt man zur Hängebrücke, wo ein Fotostopp eigentlich Pflicht ist. Auch eine Bank lädt zu einer kurzen Pause ein.

Je nachdem, wie lang deine Wanderung werden soll, geht es jetzt zurück oder noch ein Stück weiter. Du kannst bis nach Hirschbichl in Österreich marschieren und zurück, das sind insgesamt 16 Kilometer. Sollten deine Füße schmerzen, kannst du auch mit dem Alm-Erlebnisbus zurückfahren (oder nach Belieben hinfahren). So sparst du dir ein paar Kilometer Fußmarsch.

Im Klausbachtal entdeckt man mit etwas Glück Steinadler. Wenn dich die Könige der Lüfte interessieren, solltest du ein Fernglas mitnehmen. An manchen Tagen startet am Klausbachhaus auch eine geführte Tour. Am besten informierst du dich vorher online, wann eine solche Wanderung stattfindet. Im Klausbachhaus gibt es außerdem eine Ausstellung, die in zwei Segmente unterteilt ist: der menschliche Aspekt des Lebensraums und der Lebensraum aus ökologischer Sicht. Ein eigener Raum ist dem Adler gewidmet.

Hintersee in Bayern
Hintersee, Foto: Phinetravels

Travelguide rund um Berchtesgaden

Das sind meine drei Lieblingswanderungen im Berchtesgadener Land. Für weitere Tipps habe ich auf meinem Reiseblog noch einen ultimativen Travelguide für die Umgebung rund um Berchtesgaden. Ich verrate dir, was es sonst noch zu sehen gibt und welche Aktivitäten du nicht verpassen solltest: von Kultur in Salzburg, einem Shopping-Trip nach München oder Erkundungstouren durch die Natur bis hin zu den besten Schwimm-Spots und vielem mehr. Ich freue mich auf deinen Besuch!

Über die Autorin

Mein Name ist Phine, ich bin 22 Jahre alt und blogge seit einigen Monaten auf meinem Blog Phinetravels. Die Lust aufs Bloggen habe ich während meiner Reise durch Australien und Neuseeland für mich entdeckt. Die atemberaubende Natur und die einzigartigen Erlebnisse wollte ich festhalten und dabei meine Tipps an andere Reisebegeisterte weitergeben.

Ein Gedanke zu „Berchtesgadener Land: die Top 3 Wanderungen“

  1. Toller Artikel. Vor ziemlich genau 2 Jahren waren wir am Koenigssee und es hat uns so gut gefallen! Wollten demnaechst eigentlich wieder kommen aber von Italien aus ist das leider gerade etwas schlecht…vielleicht klappt’s ja im Herbst. Ich kann mir vorstellen, dass es da auch herrlich bunt sein muss. Alles Liebe aus Abruzzo – Jule

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