Syöte in Finnland: Spannende Aktivitäten im Winterwunderland

Rentier in Syöte

(Pressereise, enthält Werbung) Dicke Schneeschichten ruhen auf den Ästen der Bäume. Die Luft ist klar und kalt und füllt die Lungen mit Frische – willkommen in Syöte! In diesem Nationalpark im Norden von Finnland wirkt die weiße Landschaft im Winter wie verzaubert, als könnte aus dem Wald jeden Moment die Schneekönigin hervortreten.

Während meiner Blogger-Reise in Kooperation mit Visit Oulu fühle ich mich wie in einem Wintermärchen, das mich staunend aus der Wirklichkeit hinauszukatapultieren scheint. Die traumhaften Aktivitäten im Schnee sind aber so real, dass ich sie in diesem Beitrag voller Begeisterung mit dir teile.

Wo liegt Syöte in Finnland?

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Nachdem wir in Oulu am 16. Januar Kunstausstellungen und die Eröffnungsfeier der europäischen Kulturhauptstadt 2026 besucht haben, bringt uns am nächsten Morgen ein komfortabler Minibus ins Winterwunderland. Die Fahrt über die verschneiten finnischen Landstraßen dauert über zwei Stunden. Je näher wir Syöte kommen, desto tiefer wird der Winter.

Bei dem Nationalpark handelt sich um Finnlands südlichste Fjällregion im Süden von Finnisch-Lappland. Unser Startpunkt Oulu liegt rund 140 Kilometer südwestlich. Als wir auf dem Hinweg an einer Raststätte eine kurze Pause machen, begegnen uns Menschen in Trachten der Samen. Ihre farbenfrohe Garderobe erinnert daran, dass der Name Syöte aus der samischen Sprache stammt und vermutlich „heiliger Ort“ oder „Opferplatz“ bedeutet.

Dieser „heilige Ort“ befindet sich etwa 150 Kilometer vom nördlichen Polarkreis entfernt und holt so gut wie alles in die Realität, was ich mir in meinen schönsten Winterträumen von Nordfinnland ausgemalt habe.

Winterlandschaft in Syöte
Winterlandschaft in Syöte, Foto: Reise-Liebe

Beste Outdoor Aktivitäten im Winter

Als ich kurz vor der Ankunft in Syöte staunend aus dem Fenster des Minibusses blicke, erhaschen meine Augen einige Ski-Langläufer. Tatsächlich bietet der Nationalpark im Winter 120 Kilometer reizvolle Loipen, auf denen man durch die atemberaubende Landschaft gleiten kann.

Während der Pressereise komme ich zwar nicht in den Genuss von Ski-Langlauf, doch auch die folgenden drei Outdoor-Aktivitäten haben das volle Potenzial, dir den Winterurlaub in Finnland zu versüßen.

Schneeschuhwandern in Pikku Syöte

Beim Schneeschuhwandern in Syöte
Beim Schneeschuhwandern in Syöte, Foto: Reise-Liebe

Unser Übernachtungsplatz ist das neueröffnete Hotel Pikku-Syöte. Da das Tageslicht im lappischen Winter Seltenheitswert hat, brechen wir vor dem Check-in zu einer Schneeschuhwanderung durch den nahen Winterwald auf. Sowohl die wärmenden Schnee-Overalls als auch die Schneeschuhe mit den Halt gebenden Spikes stellt uns das Hotel zur Verfügung.

Nach den ersten Schritten durch das allgegenwärtige Weiß in Syöte wird mir bewusst, dass wir letztere wirklich brauchen. Die Beine versinken im Schnee, und die Flocken fallen weiter in Fülle vom Himmel. Glücklicherweise sorgen die Spikes beim Schneeschuhwandern auch bei An- und Abstiegen für einen sicheren Stand.

Während ich durch die sanft glitzernde Schneedecke über dem Waldboden stapfe, komme ich mir vor wie ein kleines Mädchen, das zum ersten Mal in seinem Leben einen echten Winter erlebt. Ich fühle mich von weiß umhüllten Ästen umarmt. Hier und da löst sich eine Schneehaube von den Spitzen und rieselt vor mir auf den Boden. Die Zweige erwecken den Anschein, als habe sie ein Künstler aus feinem Kristall geformt.

Durch diese winterliche Schönheit, die schwer in Worte zu fassen ist, könnte ich stundenlang wandern. Das Snowshoeing endet jedoch in einer Kota, in deren Mitte ein Feuer lodert. So heißen die runden, spitz zulaufenden Zelte zum Aufwärmen, Zusammensitzen und Geschichten erzählen. Traditionell dienten Kotas den Samen als mobile Unterschlupfmöglichkeiten vor Kälte. Während es draußen weiter schneit, trinken wir rund um die Feuerstelle Tee und heiße Schokolade – Glück kann so einfach sein!

Gruppe beim Schneeschuhwandern
Gruppe beim Schneeschuhwandern, Foto: Reise-Liebe

Husky-Safaris in Syöte

In einer Welt aus Schnee, Eis und endlosen Weiten haben auch Huskys eine lange Tradition im Leben der Menschen des hohen Nordens. Die starken, ausdauernden und kälteresistenten Hunde waren in früheren Zeiten Partner, die im Winter ein überlebenswichtiges Transportmittel zogen: den Schlitten.

Heutzutage gilt eine Husky-Safari im Hundeschlitten als besonderes Highlight einer Winterreise nach Lappland. In Syöte machen wir eine Stippvisite auf der Husky-Farm Syötteen Eräpalvelut und stehen Spalier, als die lauffreudigen Tiere eine Gruppe von Gästen zurück zum Ausgangspunkt ihres Ausflugs bringen.

Auf der Farm leben ein schwarzer Labrador Retriever und 96 Huskys, die wie Wölfe heulen, teilweise miteinander kuscheln und sich gegenüber Menschen zutraulich verhalten. Neun der Huskys hat Syötteen Eräpalvelut aus schlechten Lebensbedingungen befreit. Die Inhaberin, Johanna Määttä, fügt hinzu: „Mit diesen Hunden können wir nicht züchten, weil wir ihre Stammbäume nicht kennen.“

Huskys am Schlitten
Huskys am Schlitten, Foto: Reise-Liebe

Johanna und ihr Ehemann haben sich mit ihrer Husky-Farm in Syöte einen Lebenstraum erfüllt. Sie berichtet: „Vor 20 Jahren war ich in Oulu im Tourismus tätig und irgendwann unzufrieden. Dann habe ich Folgendes aufgeschrieben: ‚In fünf Jahren arbeite ich mitten in der Natur mit Tieren und Menschen.‘ So ist es dann auch gekommen. Was ihr euch fest wünscht, wird wahr.“

Die Hundefreundin ist ebenfalls eine hervorragende Köchin, die in ihrer gemütlichen Gaststube im Holzhaus gute finnische Hausmannskost serviert. Während auf der Speisekarte hauptsächlich Gerichte mit Rentier-Fleisch stehen, kredenzt sie unserer Gruppe eine vegane Variante: Stampfkartoffeln mit Gemüse und pflanzlichem Mett. Köstlich!

Schlittenfahrten mit Rentieren

Wer bringt es auch übers Herz, Rentiere zu schlachten, wenn sie so handzahm sind wie auf der Pytky Ranch am zugefrorenen See Naamankajärvi in Syöte? Neben dem Café haben die gehörnten Gefährten ihr Revier und werden bei unserem Besuch vor den Schlitten gespannt.

Wer im Winter nach Lappland reist, träumt womöglich schon länger von einer Rentierschlittenfahrt wie in den Geschichten vom Weihnachtsmann aus Rovaniemi. Was heute als nordische Romantik im Winterurlaub in Finnland gefeiert wird, ist ursprünglich eines der ältesten Fortbewegungsmittel Lapplands und eng verbunden mit der Kultur der Samen. Jahrhundertelang nutzte das indigene Volk Rentiere als Transporttiere, deren breite Hufe ihnen einen ähnlich festen Halt wie Schneeschuhe verleihen.

Den Zauber und die Traditionen vergangener Zeiten in Syöte kann ich nachempfinden, als ich im Rentierschlitten den vereisten See umrunde und mich unter den Bäumen voller Schnee wunderbar geborgen fühle. Vor dieser Reise nach Finnland hatte ich wirklich keine Ahnung mehr, wie schön die kalte Jahreszeit sein kann.

Rentier auf der Pytky Ranch
Rentier auf der Pytky Ranch, Foto: Reise-Liebe

Stilvoll übernachten im Hotel Pikku Syöte

Wichtig bei Aktivitäten in der Natur bei Minusgraden ist aber ein Ort zum Aufwärmen, Ausruhen und Genießen. Wir finden so einen Platz im Hotel Pikku-Syöte. Zwei Architekten aus der Region Helsinki haben sich ebenfalls von der Fjäll-Landschaft im Nationalpark Syöte verzaubern lassen und 2024 ein Jugend- und Freizeitzentrum in ein Komfort-Hotel verwandelt.

Hotel Pikku-Syöte
Hotel Pikku-Syöte, Foto: Reise-Liebe

Das Pikku-Syöte verfügt über 82 Hotelzimmer mit Platz für 240 Gäste. Zu meiner freudigen Überraschung steht im Badezimmer meines Doppelzimmers ein Jacuzzi, in dem ich mich nach dem Schwitzen in der Hotelsauna ausgiebig von den Wasserstrahlen massieren lasse. Das ist Wellness für Körper, Geist und Seele! Die Sehnsucht, am liebsten noch ein paar Tage länger zu bleiben, entfacht jedoch der spektakuläre Blick aus dem Fenster meines Zimmers: Meine Augen fliegen über den Wald und die abfallenden Skipisten, die direkt vor dem Hotel beginnen. Wer keine eigenen Skier besitzt, kann sie im Pikku-Syöte mieten.

Ein weiteres Glanzlicht im Haus ist die Küche: Obwohl das Hotel noch neu am Markt ist, locke das Restaurant bereits zahlreiche Stammgäste aus Oulu nach Syöte, berichtet unsere Begleiterin Rosa vom Tourismusverband Visit Oulu. Im modernen, nordisch minimalistischen Ambiente mit Kamin und Kerzenschein wird ein elegantes Abendessen mit drei Gängen serviert. Wie so häufig in Finnland, sind viele der Zutaten lokal und kreativ miteinander kombiniert. Da das Restaurant mit 220 Plätzen aufwartet, eignet es sich auch für größere Feiern und Reisegruppen.

Kerzen im Kamin
Kerzen im Kamin, Foto: Reise-Liebe

Am nächsten Morgen geht das Schlemmen weiter. Das abwechslungsreiche Frühstücksbuffet mit kalten, warmen, süßen, herzhaften und veganen Optionen beschert mir noch ein Fest für den Gaumen, ehe wir abreisen. Was von der stimmungsvollen Reise nach Syöte bleibt, ist die Erinnerung an einen märchenhaften Winter, der Lust auf zukünftige Abenteuer im Schnee macht. (as)

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